Ist es wirklich schon fast soweit?!
Schneller als eben gedacht, gibt es nun schon den nächsten Blogeintrag. Dachte mir bevor ich jetzt etwas Sinnloses mache (wozu ich eigentlich gar keine Zeit mehr habe), setze ich mich doch jetzt an den Laptop und schreibe ein bisschen etwas.
First of all: Danke für die ganzen lieben Glückwünsche zu meinem Geburtstag!!! Auch wenn hier ja keiner mehr den Sinn darin sieht Kommentare zu schreiben, bei denen man ja auch normale Sachen schreiben könnte und man sich nicht nur auf den Eintrag beziehen muss, habe ich mich sehr über alle Nachrichten, die ich auf anderen Wegen empfangen habe.
Mein Geburtstag in Südafrika war sehr schön. Auch wenn ich tagsüber gearbeitet habe, wurde der Tag von Stunde zu Stunde besser. Abends ging es mit einigen Freunden von der Arbeit zunächst in eine der beliebtesten Partystraßen Johannesburgs in Melville, wo wir in 2 Bars gegangen sind. Ganz hat uns das allerdings nicht umgehauen und wir sind in einen Suburb von Johannesburg gefahren, wo wir dann in eine größere Bar gegangen sind, in der man auch tanzen kann/muss (es war wirklich voll). Dort haben wir uns mit meinem Gastbruder Lunga und 2 seiner Freunde getroffen und schon ging die Party richtig los. Leider gehen in allen Clubs in Joburg die Lichter um 2 Uhr an/aus und somit haben wir uns nach einem Stopp bei einer in Deutschland unbekannten Fastfood-Kette auf den Weg zu der Wohnung von Arbeitskollegen gemacht, wo Simon und ich das Wochenende verbracht haben.
Leider lag ich das Wochenende aber mehr oder weniger flach, da ich mir eine schöne Erkältung eingefangen hatte (bewiest ja nur dass der Geburtstag sich gelohnt hat). Das war aber auch halb so schlimm, da wir so oder so nur Filme geschaut haben. Da diese Erkältung auch nicht so recht weg wollte, habe ich mich mit dieser mehr als eine Woche lang rumgequält, aber jetzt ist sie auch endlich bekämpft und mich kann nichts mehr daran hindern die letzten Wochen richtig zu genießen.
Letzte Woche ging es für mich wieder raus aus Johannesburg: CA. 1 Stunde entfernt von dem Büro fand ein weiteres Training statt an dem ich teilnahm. Genau wie beim letzten Mal wurden auch hier Area-Coordinator trainiert, allerdings waren es diesmal neue „Gebietsleiter“, die auf ihre bevorstehenden 2 Jahre mit loveLife vorbereitet wurden. Ein weiterer mir zuvor unbekannter Unterschied war, dass dieses national weit stattfand, d.h. es waren anstatt nur aus einer Provinz Leute aus den 9 verschiedenen Provinzen vertreten. Eigentlich kam ich mit der Einstellung/Vorstellung dort hin, dass ich nur um die 20 Leute antreffen würde und nicht 140!!! Trotz meiner Ankunft in der Mitte des Trainings (auf Grund der Erkältung konnte ich nicht früher hin), wurde ich schnell integriert und habe sowohl teilgenommen als auch bei der Durchführung geholfen. Somit ging ich in den thematischen Einheiten zu den verschiedenen Programmen von loveLife von Gruppe zu Gruppe um in jede Trainingsmethode einen Einblick zu bekommen und nahm an den sportlichen Aktivitäten, die zu einem der Programme loveLife’s gehören teil. Es war wirklich unfassbar lustig; ich habe total viele neue Leute kennengelernt (die natürlich alle meinten ich solle sie noch unbedingt besuchen kommen – was aber natürlich nicht geht, da ich ja nun in dem letzten Monat nicht mehr durch ganz Südafrika reisen kann) und viel Spaß gehabt. Am Ende war ich wirklich ein bisschen traurig, dass das Training schon nach einer Woche zu Ende ging…Natürlich habe ich mir aber auch von dem Training Arbeit mit nach Hause gebracht, da ich im Folgenden nun wieder einen Report schreiben werde mit der Grundlage meiner Sichtweisen über das Training und einem von mir erstellten Fragebogen zum Status der ACs und deren Erwartungen zu deren Arbeit, welche ich von jedem AC eingesammelt habe (sorry wenn ich Abkürzungen wie AC = Area-Coordinator benutze, aber da habe ich mich einfach schon so sehr dran gewöhnt).
Als ich am Samstagmorgen wieder auf dem Rückweg nach Johannesburg war, ist mir erst einmal richtig aufgefallen wie sehr ich doch Südafrika und dessen Leute vermissen werde und dass ich eigentlich noch gar nicht bereit bin zurück nach Deutschland zu kehren. Mir sind das Land und die Leute so sehr ans Herz gewachsen, dass es schon fast nichts mehr ausmachen würde, wenn ich noch ein Jahr hier bleiben würde…aber da steht natürlich auch noch der große Faktor Deutschland, wo ich ja auch genügend Leute habe, die ich im letzten Jahr vermisst habe; also aus mit der Träumerei, genießen des letzten Monats und dann wird der nächste Weg im Leben eingeschlagen.
Zurück in Joburg war auch nichts mit Erholung, sondern es ging direkt mit Simon und 3 anderen Freunden zum Schlittschuhlaufen in einem Einkaufzentrum und in ein Café am Nelson Mandela Square. Am Sonntag hieß es auch wieder früh aufstehen, da wir mit Thembisile zum Büro gefahren sind (es wurde gestrichen und unsere Gastmutter muss darüber ein Auge werfen), um einkaufen und ins Kino zu gehen.
Da wir am Sonntag auch noch einen Plan aufgestellt haben, was wir an jedem Wochenende machen wollen und da es noch so viel zu machen gibt in Südafrika, müssen wir jede freie Minute ausnutzen und somit werden die letzten Wochenenden wohl genauso oder auch noch viel stressiger. Zunächst geht es nächste Woche nach Pretoria um bei dem Einführungsseminar für die neuen Freiwilligen teilzunehmen (die 2 Nachfolger für uns kommen auch, ahhh es geht wirklich dem Ende zu), auf eine Abschiedsfeier anderer Freiwilligen und dann zurück nach Johannesburg, wo wir mit Arbeitskollegen in einem der Townships feiern gehen werden und uns das in Johannesburg ansehen werden, was wir uns nicht entgehen lassen können – von wegen Touris und so;). Außerdem geht es noch einmal nach Port Elizabeth um mich dort von meiner alten Gastfamilie und Freunden zu verabschieden, dann eine kleine Abschiedsfeier in Joburg und in der letzten Woche noch das Abschlussseminar und dann morgen in einem Monat Abschied nehmen von Land und Leuten…
Also es ist wirklich nicht mehr lange…heute in 5 Wochen komme ich wieder in Deutschland an!!!!
Fotos zu beschriebenen folgt morgen...
Ich werde nun versuchen nach jedem Wochenende noch einmal kurz einen Bericht hereinzustellen und dann bin ich auch schon wieder da!!!
Also nun kann ich wirklich sagen:
Bis bald

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