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Abschiedsfeiern bis zum Abwinken

Eine Woche verbleibt, noch nicht einmal mehr eine. Nur noch ein paar Tage und dann geht es in den Flieger. Es war schon komisch, daran zu denken bald sagen zu können, dass ich nächste Woche fliege; dann kam der Zeitpunkt und es war komisch. Schon verging die Woche wie im Flug und nun kann ich sagen, dass ich diese Woche fliege und ich heute in einer Woche schon seit ein paar Stunden zu Hause in Deutschland bin. Ist das komisch, bin ich komisch, alles ist irgendwie komisch…

Ja es ist schon wirklich komisch, dass der Zeitpunkt der Ausreise nun so nah kommt. Eigentlich hatte ich auch schon 2 Abschiedsfeiern hier, aber trotzdem kommt es mir noch nicht so recht vor, dass ich nun nur noch 2 mal zur Arbeit gehen werde, dann noch einmal für 2 Tage nach Pretoria und dann das letzte Wochenende in Johannesburg verbringen werde bis es schlussendlich am Sonntag Abend in den Flieger gen Frankreich und dann Deutschland geht…

So gingen meine letzten Wochen also wirklich wie im Flug um. Als dann die neuen Freiwilligen, mittlerweile auch schon fast 3 Wochen her, ankamen sprang der erste Funke, dass der Aufenthalt wirklich zu Ende geht. Simon und ich waren nämlich bei deren Ankunft und dem Einführungsseminar dabei, damit diese auch von „ehemaligen/alten“ Freiwilligen einen Einblick/Einführung bekommen. An sich war es echt total schön und es hat eine Menge Spaß gemacht, aber dennoch merkte man das die Zeit doch nun wirklich knapp wird und unsere „Ablösung“ bereits eingetroffen ist…am Freitag Abend ging es dann auch noch zu der ersten Abschiedsfeier von anderen Freiwilligen aus Pretoria und am Tag darauf sollten wir auch schon die erste Farewell-Party haben. Ich hatte mir für den Anlass ein Auto gemietet und wir sind nach Abschluss des Seminars am Freitag zunächst zu den Union buildings in Pretoria gefahren und wieder zurück nach Joburg. Dort angekommen, bekam ich dann plötzlich SMS, dass unsere geplante Feier höchstwahrscheinlich ins Wasser fällt, da es doch tatsächlich am 1. August anfing zu regnen und auch noch der Strom in den Townships rund herum Johannesburg ausgefallen war, wo wir mit einigen Arbeitskollegen feiern wollten. Nicht dass es total unnormal war, dass es so früh (es ist Trockenzeit) regnet, sondern, dass natürlich auch noch gerade an dem Tag der Strom ausgefallen ist, konnte ich natürlich nicht fassen und nach stundenlangen bangen und mittlerweile Verlust der Laune, entschlossen Simon und ich, dass wir den Abend nicht einfach deswegen beenden können und haben unseren Weg dann schließlich doch noch ins Township gefunden. Dieses belohnte sich dann auch dadurch, dass die Feier dennoch stattfand und wir von einem Township-Club zum nächsten tanzten. Somit hatten wir trotz zunächst befürchteter Enttäuschung einen schönen Abend an dem wir mal mit Arbeitskollegen feiern konnten, die normalerweise zu weit weg wohnen um mal schnell etwas zu unternehmen.

Nach Genesung der darauf folgenden Hustenanfälle ging es auch mit vollem Tempo weiter. Zunächst am Donnerstag und Freitag nach Pretoria um dort auf die Bundesministerin der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung zu treffen, weiter zur ausgiebigen Geburtstagsfeier von Lunga, den Flug nach Port Elizabeth am Samstag verpassen und schließlich am Sonntag in PE ankommen. In PE mit einem Tag Verspätung angekommen, hatte ich somit noch nicht einmal mehr 48 Stunden um mich dort von meiner Gastfamilie und meinen Freunden zu verabschieden. Trotz viel zu kurzem Aufenthalt war es genauso schön wie bei jedem meiner Besuche – natürlich das Standardprogramm wie die Tavernen in Motherwell unsicher zu machen und ein bisschen Quality-time mit meiner Familie vor dem Fernseher zu verbringen. Eigentlich kam mir auch dieses nicht vor wie mein zunächst letzter Besuch in Motherwell, aber ich meine ich werde ja auch wieder kommen;-)

Tja zurück in Johannesburg ging es dann auch gleich weiter mit wichtigen Besuchen, da der Geschäftsführer vom DED uns einen Besuch abstattete um zu sehen wie das weltwärts Programm läuft. Nach vollbrachter Arbeitswoche stand dann auch schon das letzte Wochenende an…da für das Wochenende die 2 anderen Freiwilligen Derya und Maike zu Besuch waren, wurde zu viert am Freitag Simons Geburtstag feiert. Es ging in die Partystraße in Melville um dort ein wenig in den Bars herum zu hoppen. Ans Ausruhen war allerdings auch am Samstag nicht zu denken, da wir einen Braai am Zoo Lake geplant und dazu eingeladen hatten. Mit ca. 30 Arbeitskollegen und Freunden wurde in dem Park gebraait, gechillt, gechattet und was sonst noch alles dazu gehört. Es war wirklich ein sehr schöner Abschied (auch wenn es sich immer noch nicht so angefühlt hat) und der Braai war wohl die perfekte Lösung um wirklich jeder Altersklasse unserer Bekanntschaften einzubinden und einen schönen Nachmittag zu verbringen. Nach Zufriedenstellung aller Parteien ging es im Anschluss mit unserer Generation weiter zur Afterparty, beides in Town von Johannesburg zunächst etwas gelassener in Newtown und folgend ausgelassener in Melville, wo wir den Abend/die Nacht gut ausklingen haben lassen. Sonntag wurde der verdiente Ruhetag eingelegt und somit wird nun in die letzte Woche gestartet, damit diese noch in vollen Zügen ausgenutzt werden kann…

Will be continued…We will see how it will end;-)

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