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Weblog von Janine

Hello Germany

So nun bin ich wieder gut in Deutschland angekommen; natuerlich mal wieder mit verspaetung des Fluges von Paris nach Hannover und dann auch noch einem platten Autoreifen auf der Autobahn - so faengt Deutschland doch mal wieder klasse an;)

Goodbye SouthAfrica

So in weniger als 6 Stunden hebt der Flieger ab und ich werde mich auf den Rückweg nach Deutschland machen.
Wunderschöne Zeit liegt hinter mir und nun werden wir sehen, was die Zukunft bringt...
Also: Deutschland hier komme ich - Südafrika ich werde wieder kommen

schöne Erkenntnisse

Seit 362 Tagen in Südafrika,
Vor 51 Stunden das letzte Mal im Büro,
Seit 30 Minuten zurück in Johannesburg.

JA gerade komme ich von einem sehr schönen Endseminar aus Pretoria, wo mir noch einmal bewusst geworden ist, was für ein Glück ich doch in diesem Jahr hatte und was für eine grandiose Möglichkeit dieses war/ist. Ich kann wirklich sagen, dass ich mit dem vergangenen Jahr überaus zufrieden bin!!!
Durch das Seminar ist mir zwar auch immernoch klar, dass ich Südafrika wirklich total lieb gewonnen habe und dieses ein Land ist in das ich gerne wieder komme, aber dennoch hat es auch meine Vorfreude auf Deutschland geweckt. Nun bin ich wirklich "excited" zurückzukommen und alle wieder zu sehen!!!
Ich werde nun noch meine letzten 2 Nächte in Johannesburg genießen, aber dann auch gerne wiederkommen.

Ich würde sagen bis in 61 1/2 Stunden Deutschland!

letzter Arbeitstag...

Wie gesagt nun ist auch schon die letzte Woche in Suedafrika angebrochen und bisher war es auch sehr gelassen und schoen.
Gestern war es schon ein bisschen komisch, dadurch, dass total viele die Fotos von unserem Braai am Samstag haben wollten, bin ich ein bisschen im Buero von Abteilung zu Abteilung gegangen und habe die Fotos verteilt...tja und das werde ich wohl heute auch machen. Heute morgen werde ich noch ein wenig arbeiten und meine Arbeit an die verschiedensten Leute weiterreichen, damit diese auch nicht verloren geht und dann wird wieder von Buero zu Buero gewandert...und irgendwann heisst es dann auch Abschied nehmen, da es ja morgen nach Pretoria geht und ich somit voraussichtlich nicht mehr im Buero sein werde.
Gestern Abend waren wir bei Angela und Brent zum Abendessen eingeladen, was wirklich total schoen war ...
Also jetzt ist wirklich der Zeitpunkt des Abschiedsnehmen angesagt, auch wenn man es irgendwie noch nicht wirklich wahr haben will....

Abschiedsfeiern bis zum Abwinken

Eine Woche verbleibt, noch nicht einmal mehr eine. Nur noch ein paar Tage und dann geht es in den Flieger. Es war schon komisch, daran zu denken bald sagen zu können, dass ich nächste Woche fliege; dann kam der Zeitpunkt und es war komisch. Schon verging die Woche wie im Flug und nun kann ich sagen, dass ich diese Woche fliege und ich heute in einer Woche schon seit ein paar Stunden zu Hause in Deutschland bin. Ist das komisch, bin ich komisch, alles ist irgendwie komisch…

Ja es ist schon wirklich komisch, dass der Zeitpunkt der Ausreise nun so nah kommt. Eigentlich hatte ich auch schon 2 Abschiedsfeiern hier, aber trotzdem kommt es mir noch nicht so recht vor, dass ich nun nur noch 2 mal zur Arbeit gehen werde, dann noch einmal für 2 Tage nach Pretoria und dann das letzte Wochenende in Johannesburg verbringen werde bis es schlussendlich am Sonntag Abend in den Flieger gen Frankreich und dann Deutschland geht…

So gingen meine letzten Wochen also wirklich wie im Flug um. Als dann die neuen Freiwilligen, mittlerweile auch schon fast 3 Wochen her, ankamen sprang der erste Funke, dass der Aufenthalt wirklich zu Ende geht. Simon und ich waren nämlich bei deren Ankunft und dem Einführungsseminar dabei, damit diese auch von „ehemaligen/alten“ Freiwilligen einen Einblick/Einführung bekommen. An sich war es echt total schön und es hat eine Menge Spaß gemacht, aber dennoch merkte man das die Zeit doch nun wirklich knapp wird und unsere „Ablösung“ bereits eingetroffen ist…am Freitag Abend ging es dann auch noch zu der ersten Abschiedsfeier von anderen Freiwilligen aus Pretoria und am Tag darauf sollten wir auch schon die erste Farewell-Party haben. Ich hatte mir für den Anlass ein Auto gemietet und wir sind nach Abschluss des Seminars am Freitag zunächst zu den Union buildings in Pretoria gefahren und wieder zurück nach Joburg. Dort angekommen, bekam ich dann plötzlich SMS, dass unsere geplante Feier höchstwahrscheinlich ins Wasser fällt, da es doch tatsächlich am 1. August anfing zu regnen und auch noch der Strom in den Townships rund herum Johannesburg ausgefallen war, wo wir mit einigen Arbeitskollegen feiern wollten. Nicht dass es total unnormal war, dass es so früh (es ist Trockenzeit) regnet, sondern, dass natürlich auch noch gerade an dem Tag der Strom ausgefallen ist, konnte ich natürlich nicht fassen und nach stundenlangen bangen und mittlerweile Verlust der Laune, entschlossen Simon und ich, dass wir den Abend nicht einfach deswegen beenden können und haben unseren Weg dann schließlich doch noch ins Township gefunden. Dieses belohnte sich dann auch dadurch, dass die Feier dennoch stattfand und wir von einem Township-Club zum nächsten tanzten. Somit hatten wir trotz zunächst befürchteter Enttäuschung einen schönen Abend an dem wir mal mit Arbeitskollegen feiern konnten, die normalerweise zu weit weg wohnen um mal schnell etwas zu unternehmen.

Nach Genesung der darauf folgenden Hustenanfälle ging es auch mit vollem Tempo weiter. Zunächst am Donnerstag und Freitag nach Pretoria um dort auf die Bundesministerin der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung zu treffen, weiter zur ausgiebigen Geburtstagsfeier von Lunga, den Flug nach Port Elizabeth am Samstag verpassen und schließlich am Sonntag in PE ankommen. In PE mit einem Tag Verspätung angekommen, hatte ich somit noch nicht einmal mehr 48 Stunden um mich dort von meiner Gastfamilie und meinen Freunden zu verabschieden. Trotz viel zu kurzem Aufenthalt war es genauso schön wie bei jedem meiner Besuche – natürlich das Standardprogramm wie die Tavernen in Motherwell unsicher zu machen und ein bisschen Quality-time mit meiner Familie vor dem Fernseher zu verbringen. Eigentlich kam mir auch dieses nicht vor wie mein zunächst letzter Besuch in Motherwell, aber ich meine ich werde ja auch wieder kommen;-)

Tja zurück in Johannesburg ging es dann auch gleich weiter mit wichtigen Besuchen, da der Geschäftsführer vom DED uns einen Besuch abstattete um zu sehen wie das weltwärts Programm läuft. Nach vollbrachter Arbeitswoche stand dann auch schon das letzte Wochenende an…da für das Wochenende die 2 anderen Freiwilligen Derya und Maike zu Besuch waren, wurde zu viert am Freitag Simons Geburtstag feiert. Es ging in die Partystraße in Melville um dort ein wenig in den Bars herum zu hoppen. Ans Ausruhen war allerdings auch am Samstag nicht zu denken, da wir einen Braai am Zoo Lake geplant und dazu eingeladen hatten. Mit ca. 30 Arbeitskollegen und Freunden wurde in dem Park gebraait, gechillt, gechattet und was sonst noch alles dazu gehört. Es war wirklich ein sehr schöner Abschied (auch wenn es sich immer noch nicht so angefühlt hat) und der Braai war wohl die perfekte Lösung um wirklich jeder Altersklasse unserer Bekanntschaften einzubinden und einen schönen Nachmittag zu verbringen. Nach Zufriedenstellung aller Parteien ging es im Anschluss mit unserer Generation weiter zur Afterparty, beides in Town von Johannesburg zunächst etwas gelassener in Newtown und folgend ausgelassener in Melville, wo wir den Abend/die Nacht gut ausklingen haben lassen. Sonntag wurde der verdiente Ruhetag eingelegt und somit wird nun in die letzte Woche gestartet, damit diese noch in vollen Zügen ausgenutzt werden kann…

Will be continued…We will see how it will end;-)

noch deutsch oder schon suedafrikanisch?!

Es fing ruhig an, es wurde besser und besser und wieder etwas ruhiger...was kann das bloss sein – natuerlich das letzte Wochenende.

Freitags ruhig zu Hause gechillt, dann am Samstag spaet aufgestanden, um dann nicht ganz rechtzeitig nach Preotria zum Fussbalspiel Kaiser Chiefs gegen Machester City zu kommen. Aber macht ja nichts, das Tor von den Kaiser Chiefs haben wir genau beim Betreten des Stadions mitbekommen, da der Laerm der Vuvuzelas ploetzlich unsere Ohren so sehr umgeben hat, dass man dieses selbst wenn man taub waere gehoert haette.
Das war dann auch das einzige Tor, was gefallen ist, aber das war auch weiterhin nicht schlimm, da dadurch ja eine suedafrikanische Mannschaft die Vodacom Challenge gewonnen hat. Nach der Pokaluebergabe ging es fuer uns nach Midrand um dort den Abend zu verbringen (auch wenn alles ziemlich ungeplant war, war es ein sehr spassiger Abend). Zunaechst zum busy corner „Mbiza“, was ein Braai & drink Treffpunkt ist. Lunga hatte mich vorher gewarnt, dass ich wieder die einzige Weisse sein werde, was fuer mich ja kein Problem darstellt, als wir aber dort ankamen trafen wir ploetslich eine andere Weisse, die natuerlich auch noch deutsch ist...schon merkwuerdig, egal wo man ist oder was man macht, irgendwann laeuft man immer einem deutschem ueber den Weg... weiter ging es zu einer Hausparty, wo man durch die schnell eintretende Kaelte sich nur an den 3 angefachten Feuern aufhalten konnte...und gegen spaeten Ende unseres Nachtausfluge machten wir noch einen Stopp bei einer Bar/Club, wo ich dann endgueltig feststellen musste, dass ich den Tanzstil der Afrikaner viel zu sehr angenommen habe, dass es mir echt schon schwerfaellt wie eine deutsche oder vielleicht eher wie ich zu tanzen;)
Naja trotz dieser zunaechst etwas verwirrenden festsellung war es sehr lustig und auch nicht zu einfach am Sonntag aufzustehe um dann das ganze Haus aufzuraeumen. Nach unserem „Fruehlingsputz“ ging es noch zu einem Freemarket um ein paar Souvenirs zu kaufen und zurueck in die Wohnung, wo man ueber plastiksaecke geht, damit man den noch feuchten Teppich nicht verschmutzt.
Und heute ist wieder Montag und es wird wieder gearbeitet und die Feier am Samstag in Everton bei einem Arbeitskollegen geplant....die Partyzeit kann losgehen;)

Ist es wirklich schon fast soweit?!

Schneller als eben gedacht, gibt es nun schon den nächsten Blogeintrag. Dachte mir bevor ich jetzt etwas Sinnloses mache (wozu ich eigentlich gar keine Zeit mehr habe), setze ich mich doch jetzt an den Laptop und schreibe ein bisschen etwas.

First of all: Danke für die ganzen lieben Glückwünsche zu meinem Geburtstag!!! Auch wenn hier ja keiner mehr den Sinn darin sieht Kommentare zu schreiben, bei denen man ja auch normale Sachen schreiben könnte und man sich nicht nur auf den Eintrag beziehen muss, habe ich mich sehr über alle Nachrichten, die ich auf anderen Wegen empfangen habe.

Mein Geburtstag in Südafrika war sehr schön. Auch wenn ich tagsüber gearbeitet habe, wurde der Tag von Stunde zu Stunde besser. Abends ging es mit einigen Freunden von der Arbeit zunächst in eine der beliebtesten Partystraßen Johannesburgs in Melville, wo wir in 2 Bars gegangen sind. Ganz hat uns das allerdings nicht umgehauen und wir sind in einen Suburb von Johannesburg gefahren, wo wir dann in eine größere Bar gegangen sind, in der man auch tanzen kann/muss (es war wirklich voll). Dort haben wir uns mit meinem Gastbruder Lunga und 2 seiner Freunde getroffen und schon ging die Party richtig los. Leider gehen in allen Clubs in Joburg die Lichter um 2 Uhr an/aus und somit haben wir uns nach einem Stopp bei einer in Deutschland unbekannten Fastfood-Kette auf den Weg zu der Wohnung von Arbeitskollegen gemacht, wo Simon und ich das Wochenende verbracht haben.

Leider lag ich das Wochenende aber mehr oder weniger flach, da ich mir eine schöne Erkältung eingefangen hatte (bewiest ja nur dass der Geburtstag sich gelohnt hat). Das war aber auch halb so schlimm, da wir so oder so nur Filme geschaut haben. Da diese Erkältung auch nicht so recht weg wollte, habe ich mich mit dieser mehr als eine Woche lang rumgequält, aber jetzt ist sie auch endlich bekämpft und mich kann nichts mehr daran hindern die letzten Wochen richtig zu genießen.

Letzte Woche ging es für mich wieder raus aus Johannesburg: CA. 1 Stunde entfernt von dem Büro fand ein weiteres Training statt an dem ich teilnahm. Genau wie beim letzten Mal wurden auch hier Area-Coordinator trainiert, allerdings waren es diesmal neue „Gebietsleiter“, die auf ihre bevorstehenden 2 Jahre mit loveLife vorbereitet wurden. Ein weiterer mir zuvor unbekannter Unterschied war, dass dieses national weit stattfand, d.h. es waren anstatt nur aus einer Provinz Leute aus den 9 verschiedenen Provinzen vertreten. Eigentlich kam ich mit der Einstellung/Vorstellung dort hin, dass ich nur um die 20 Leute antreffen würde und nicht 140!!! Trotz meiner Ankunft in der Mitte des Trainings (auf Grund der Erkältung konnte ich nicht früher hin), wurde ich schnell integriert und habe sowohl teilgenommen als auch bei der Durchführung geholfen. Somit ging ich in den thematischen Einheiten zu den verschiedenen Programmen von loveLife von Gruppe zu Gruppe um in jede Trainingsmethode einen Einblick zu bekommen und nahm an den sportlichen Aktivitäten, die zu einem der Programme loveLife’s gehören teil. Es war wirklich unfassbar lustig; ich habe total viele neue Leute kennengelernt (die natürlich alle meinten ich solle sie noch unbedingt besuchen kommen – was aber natürlich nicht geht, da ich ja nun in dem letzten Monat nicht mehr durch ganz Südafrika reisen kann) und viel Spaß gehabt. Am Ende war ich wirklich ein bisschen traurig, dass das Training schon nach einer Woche zu Ende ging…Natürlich habe ich mir aber auch von dem Training Arbeit mit nach Hause gebracht, da ich im Folgenden nun wieder einen Report schreiben werde mit der Grundlage meiner Sichtweisen über das Training und einem von mir erstellten Fragebogen zum Status der ACs und deren Erwartungen zu deren Arbeit, welche ich von jedem AC eingesammelt habe (sorry wenn ich Abkürzungen wie AC = Area-Coordinator benutze, aber da habe ich mich einfach schon so sehr dran gewöhnt).

Als ich am Samstagmorgen wieder auf dem Rückweg nach Johannesburg war, ist mir erst einmal richtig aufgefallen wie sehr ich doch Südafrika und dessen Leute vermissen werde und dass ich eigentlich noch gar nicht bereit bin zurück nach Deutschland zu kehren. Mir sind das Land und die Leute so sehr ans Herz gewachsen, dass es schon fast nichts mehr ausmachen würde, wenn ich noch ein Jahr hier bleiben würde…aber da steht natürlich auch noch der große Faktor Deutschland, wo ich ja auch genügend Leute habe, die ich im letzten Jahr vermisst habe; also aus mit der Träumerei, genießen des letzten Monats und dann wird der nächste Weg im Leben eingeschlagen.

Zurück in Joburg war auch nichts mit Erholung, sondern es ging direkt mit Simon und 3 anderen Freunden zum Schlittschuhlaufen in einem Einkaufzentrum und in ein Café am Nelson Mandela Square. Am Sonntag hieß es auch wieder früh aufstehen, da wir mit Thembisile zum Büro gefahren sind (es wurde gestrichen und unsere Gastmutter muss darüber ein Auge werfen), um einkaufen und ins Kino zu gehen.

Da wir am Sonntag auch noch einen Plan aufgestellt haben, was wir an jedem Wochenende machen wollen und da es noch so viel zu machen gibt in Südafrika, müssen wir jede freie Minute ausnutzen und somit werden die letzten Wochenenden wohl genauso oder auch noch viel stressiger. Zunächst geht es nächste Woche nach Pretoria um bei dem Einführungsseminar für die neuen Freiwilligen teilzunehmen (die 2 Nachfolger für uns kommen auch, ahhh es geht wirklich dem Ende zu), auf eine Abschiedsfeier anderer Freiwilligen und dann zurück nach Johannesburg, wo wir mit Arbeitskollegen in einem der Townships feiern gehen werden und uns das in Johannesburg ansehen werden, was wir uns nicht entgehen lassen können – von wegen Touris und so;). Außerdem geht es noch einmal nach Port Elizabeth um mich dort von meiner alten Gastfamilie und Freunden zu verabschieden, dann eine kleine Abschiedsfeier in Joburg und in der letzten Woche noch das Abschlussseminar und dann morgen in einem Monat Abschied nehmen von Land und Leuten…

Also es ist wirklich nicht mehr lange…heute in 5 Wochen komme ich wieder in Deutschland an!!!!

Fotos zu beschriebenen folgt morgen...
Ich werde nun versuchen nach jedem Wochenende noch einmal kurz einen Bericht hereinzustellen und dann bin ich auch schon wieder da!!!

Also nun kann ich wirklich sagen:

Bis bald

Vom Lebensschmaus bis zum Fußballrausch

…follow up
Nach dem Partywochenende in Pretoria bei den anderen Freiwilligen, ging es für mich weiter mit einem Training von der Arbeit. Von Montag bis Freitag ging es zu dem Area Coordinator-Training von loveLife, wo die 9 ACs von Gauteng auf den bevorstehenden Abschluss ihres 2-jährigen Vertrages vorbereitet wurden, d.h. Reflektion der Arbeit, Vorbereitung auf die Zukunft, wie die Vorbereitung auf Bewerbungsschreiben und -gespräche , und die Definition und Bedeutung von Begriffen wie Erfolg. Dadurch bin ich wieder eine Woche aus dem Büro rausgekommen und durfte meine Arbeit auf andere Weise genießen. Neben der normalen Teilnahme für mich, habe ich aber auch im folgenden einen Bericht über dieses Training geschrieben, um erstens dieses an sich zu evaluieren, aber auch gleichzeitig festzustellen wie weit die Area-Coordinatoren sind um im weiteren Leben voran zu kommen und in wie fern man diese unterstützen muss (von Seiten loveLife’s).

Als ich dann Freitag gegen Mittag wieder nach Hause kam, meinte Thembisile ich bräuchte nicht zur Arbeit kommen, sondern könnte nach Hause….das kam aber dann doch ein wenig anders…. eine Arbeitskollegin Nokuthula, die bei uns im Haus wohnt, war total krank und konnte sich kaum bewegen….also bin ich mit ihr zunächst zum Arzt gegangen (kleines Kabuff in der Einkaufsstraße, Arzt normale Klamotten an, eher unsterile Atmosphäre und kaum Utensilien), welcher uns dann aber ins Krankenhaus geschickt hat…tja und dann ging das Warten los…wir sind direkt zur „Notaufnahme“ gegangen und durften uns dann nach einem Schnell-Check des Pulses etc. in die Warteschlange setzen, das hieß dann das ca. 15 Leute vor uns dran waren, die nur halb so krank wie Nokuthula aussahen…Nach einer Stunde, in der die Schlange nicht kürzer wurde, wurde ich nach meiner Frage wo denn der Arzt wäre angefaucht, das dieser in der Mittagspause sei und ich doch Geduld haben solle – oh Mann ich konnte es einfach nicht fassen, wo ich da gelandet bin, naja nach 2 weiteren Stunden warten, in denen die anderen Leute dran kamen, waren wir auch endlich an der Reihe. Was ich allerdings da noch nicht wusste war, dass dieser Arzt nur kurz Fragen stellt, um herauszustellen ob du noch einen Arzt sehen musst oder einfach nur Medikamente bekommst…tja und dann wurden wir zur nächsten Wartestelle geschickt. Obwohl diesmal nur 2 Leute vor uns waren, mussten wir trotzdem eine Stunde warten bis der Doktor Nokuthula untersuchen konnte…tja und so habe ich dann den ganzen Freitag von ca. 12 bis 18/19 Uhr im Krankenhaus verbracht, nene und im Endeffekt hat sie dann nur eine Infusion und Tabletten bekommen….nenene, also ich weiß schon, dass ich hier lieber nicht krank werde bzw. wo anders hingehe, da eigentlich die Versorgung in Krankheitsfällen besser sein soll;-)

Naja aber nun weiter mit etwas besserem: Am folgenden Samstag ging es mit einer anderen Freiwilligen aus Pretoria und 2 Südafrikanern quer durch die ganze Town von Joburg, um ein paar Fotos vom Stadtleben und den Graffitis, die es hier überall gibt, zu schießen. Das war echt mal wieder sehr cool und man merkt wirklich, dass der Spruch - wer in Joburg Auto fahren kann, kann in der ganzen Welt fahren – stimmt. Viel Verkehr, noch viel mehr Taxis (Minibusse), die einfach überall fahren wo und wie sie wollen, solange sie schnell ihr Ziel erreichen – tja und wenn man dann von 5 Taxis umgeben ist und jeder versucht weiterzukommen, kann man schnell verzweifeln, was natürlich fatal wäre und man niemals voran käme.

Was noch erwähnenswert ist, ist, dass ich den derzeitigen Präsidenten Südafrikas „Jacob Zuma“ live in Soweto gesehen habe, da dieser dort eine Rede gehalten hat. Eigentlich wollten wir nur zu dem Museum über den Schüleraufstand vom 16.06.1976, aber dann stand der nun seit ca. 2 Monaten regierende Präsident dort und sprach zum Volk des größten Townships Südafrikas. Eigentlich hatte ich gehofft noch Nelson Mandela zu treffen, aber leider war er nicht dabei und auch nicht an seinem alten Haus, das mittlerweile ein Museum ist;-)

Nach dem mehr touristischen Wochenende ging es am nächsten wieder ein wenig feiern. Simon und ich haben bei 2 Arbeitskollegen das Wochenende verbracht und sind mit diesen und deren Freunden zu einer Weinshow gegangen – war wirklich super, du bekommst mit Bezahlung des Eintritts dein Glas und kannst dann theoretisch den ganzen Tag rumgehen und Wein testen – also ich kann so etwas wirklich nur empfehlen;-)

Ach und was ich fast vergessen hätte: Ich habe wirklich einmal den Schritt zum Friseur gewagt um mir meine Haar abzuschneiden – unfassbar, aber war. Ich dachte mir, wenn nicht jetzt, wann dann. Also dann doch lieber jetzt einmal, bevor ich es echt niemals mache – aber macht euch selber ein Bild von meiner neuen Haarpracht…

Und so ging der Mai echt schnell um und es wurde Juni, welcher auch gestern zu Ende ging – unfassbar wie schnell die Zeit doch nun vergeht.
Als also noch knappe 3 Monate von meinem Südafrikaaufenthalt blieben, stand auch schon, das nächste und letzte Zwischenseminar an, an dem ich wohl einige der anderen Freiwilligen das letzte Mal in diesem Land gesehen habe, da wir das Endseminar nur zu viert haben, da die anderen ja später zurück fliegen als wir.
- Ist echt schon komisch wenn ich den letzten Absatz so durchlese, wie oft nun schon die Wortzusammenstellung „das letzte Mal“ auftritt, obwohl ich noch eine gewisse Zeit hier sein werde….aber gleichzeitig erinnert es mich auch wieder an ein sehr skurriles oder eher lustiges Gespräch in Deutschland kurz vor meinem Abflug, wo es darum ging, was ich wohl in den letzten Stunden etc. in Deutschland machen werde – diejenigen, die dabei waren, wissen um welches Thema es geht;-)
Naja auf jeden Fall das Zwischenseminar war soweit echt sehr schön, außer, dass wir unfassbar großes Pech hatten mit dem Wetter, da genau in der Woche der Winter in White River (im Nord-Osten von SA, nahe Krüger National Park) eintreten musste. Laut Aussagen war es die Woche zuvor noch ca.25° und als wir dann dort ankamen war es durchgehend bewölkt, eisig kalt und teilweise regnerisch…trotz dicken Anziehsachen, Schal und Jacken, haben wir alle tierisch gefroren und auch gar nicht erst überlegt eines dieser Kleidungsstücke während des Tages auszuziehen. Das ganze wurde dann auch noch viel extremer als wir am letzten Abend des Seminars eine Nachtfahrt im Krüger National Park gemacht haben – bewaffnet mit meinen Skisocken, den dicksten Sachen, die ich mit hatte, einem Schal um den Hals und einem um meinen Kopf, da ich keine Mütze hatte und einer Decke auf dem Schoß ging es auf die Tiersuche – der Anblick war echt zu geil wie jeder einzelne von uns seine Decke schön über dem Schoß liegen hatte und auch sonst dick eingepackt war – und das alles in „AFRIKA“, wo es doch eigentlich warm sein soll!!!!
Aber da wir so gut vorbereitet waren, konnten wir auch schön und ohne groß zu frieren nach den Tieren Ausschau halten, wofür wir in jedem Safarijeep 2 große Taschenlampen zur Hilfe hatten. Von unfassbar vielen Eulen, die mitten auf der Straße saßen, den obligatorischen Impalas (Antilopenart), die man wirklich überall im Krüger Park sieht, einem Kudu, unfassbar vielen Häufchen der Ausscheidung von den verschiedensten Tieren und einem Elefanten, kann man zwar nicht sagen, dass wir die erfolgreichsten während der 3-stündigen Nachtfahrt waren, aber dadurch das der eine Elefant für uns noch ein bisschen „Törööööö“ gemacht hat, waren wir zufrieden;)

Ja und dann war das Zwischenseminar auch schon nach schnellen 4 Tagen zu Ende und alle anderen sind zurück zu ihren Einsatzstellen gefahren. Für mich war der ganze Spaß aber noch nicht zu Ende, da ich mit Derya, eine andere Freiwillige, geplant hatte noch in den Krüger über das Wochenende zu gehen. Was sich wirklich mehr als gelohnt hat!!! Unsere Strecke führte uns von dem Phalaborwa Eintrittstor, wo wir mit unserem Mietwagen extra noch 3 Stunden hingefahren sind (nördliches-mittleres Gate), bis zum Orpen Gate am ersten Tag und von dort aus am zweiten Tag bis zum Paul Krüger Gate, was uns am Ende der 3 Tage auf gute 1000 gefahrene km gebracht hat!

Auch wenn das Wetter die Tage zuvor so schlecht war, hat dann im Park selber fast ununterbrochen die Sonne geschienen und da ich die ganze Zeit gefahren bin, bin ich auch nur auf der rechten Hälfte meines Körpers braun geworden;-) Aber nicht nur meine wiederkommende Blässe hat dieses Wetter gut getan, sondern auch den Tieren, da diese wieder aus ihren Verstecken herausgekrochen sind Somit hatten, wir das Glück, dass wir alle Tiere außer Nashörner und Hyänen in ihrer wahren Lebensumgebung sehen konnten. Es fing mit harmlosen Tieren, wie Kudus, Impalas, Vögeln und weiteren an. An Seen ging es dann eine Stufe weiter, dass wir Nilpferde, Schildkröten und sogar Krokodile gesehen haben. Das Tier, was ich unbedingt sehen wollte: die „Giraffe“ habe ich dann sogar dutzend Mal gesehen, mal mit Kollege Zebra oder Bruder Büffel oder auch alleine. Affen gab es natürlich auch wieder und meine Meinung, dass Affen blöd sind (siehe kleinen Zwischenfall (Taschenklau-versuch) während der GardenRoute), hat sich mal wieder bestätigt. Diesmal kam ein Affe, als Derya und ich nichts böses ahnend an einem Camp unser Mittagsbrot essen wollten, von hinten (direkt neben mir) auf den Tisch gesprungen, schnappte sich die Toast-tüte, sprang vom Tisch, verlor dabei allerdings die Tüte (vielleicht auch durch meinen aufgellenden Schrei) und machte sich aus dem Staub, so dass die Vögel nun alle ankamen und versuchten unser Brot aufzupicken…nenene, also das geht wirklich nicht – ich weiß einfach nicht was in denen vorgeht;-)

Tja aber so kamen wir auch mal in ganz nahen Kontakt mit den Tieren, da man manche Tiere kaum sehen oder erahnen kann, wenn man an ihnen vorbeifährt. Dieses haben wir auch bei den Geparden gemerkt, da wenn nicht schon 5 Autos an einer Stelle gestanden hätten, wären wir 100% vorbei gefahren. Selbst als uns erklärt wurde, dass 2 Geparden direkt im Schatten eines Baumes lägen und wir sogar ein Fernglas zum suchen ausgeliehen bekommen haben, konnte man sich die 2 Kreaturen nur erahnen. Nach 15 Minuten warten, stand einer dieser aber auf und dadurch konnten wir dann wirklich sagen: „Ja, wir haben Geparden gesehen“. Fast das gleiche war mit Leoparden – die Mutter hatte sich direkt im Gang eines Busches gelegt und das Kleine war 100 Meter davon entfernt in einem großen Gestrüpp am kundschaften. Aber da sich 30 Autos auf einer Brücke zusammen gefunden hatten, konnte man dieses auch nicht übergehen;-) Also immer merken, wenn irgendwo viele Autos stehen, weißt du was los ist;-)

Tja und damit fehlten auch nur noch die Löwen, die wir gleich 2-mal bestaunen durften. Am ersten Tag haben wir ca. eine halbe Stunde darauf gewartet, dass diese zurück von einem unüberblickbaren See zurückkommen, wo diese wohl 1 Stunde vorher hingegangen waren. Das Warten hat sich aber gelohnt, da dann ca. 10 Löwen angestiefelt kamen – die Mütter mit ihren Kleinen. Am Samstag kam es aber noch viel besser: Derya und ich fuhren an einer Stelle lang, wo es kurz bergab und dann bergauf ging, da dort ein Bachlauf war. Als wir direkt in der Kuhle standen hielten wir an, da nur ca. 20 Meter von uns entfernt ein Nilpferd gerade aus dem Wasser aufstand – ich mich natürlich total gefreut, weil wir bisher nur im Wasser liegende gesehen hatten und schoss ordentlich Fotos. Als ich dann fertig war, stand plötzlich hinter dem Nilpferd ein männlicher Löwe auf und lief in die entgegengesetzte Richtung unserer Fahrtrichtung. Wir total geschockt, dass wir ihn nicht gesehen hatten und schnell bergauf gefahren um dann dort zu drehen und dem Löwen zu folgen. Als wir gedreht und ich wieder in der Kuhle standen, lief der Löwe plötzlich hinter unserem Auto her und legte sich auf einen Steinberg – wir total happy und nachdem immer mehr Autos kamen um den Löwen zu bestaunen, beschloss ich ihnen Platz zu machen, da wir ja schon genug Fotos hatten;-) Als ich dann wieder die Kuhle hochgefahren bin und anfing zu drehen um wieder in die vorgesehene Richtung zu fahren, kamen plötzlich alle anderen Löwen aus dem Busch (der hinter unserem Auto war, da ich gerade quer auf der Straße stand um zu drehen)!!! Total krass, eigentlich wollten wir gerade einfach nur drehen und weiterfahren und dann tun uns die Löwen solch einen großen Gefallen und laufen alle direkt ca. 1 Meter vom Auto entfernt an uns vorbei – super geil!!!

Also schon alleine durch unser unfassbares Glück mit den Löwen hat sich unsere kleine Tour total gelohnt!!! Also dieser Urlaub war genauso wie die anderen, die ich in Südafrika hatte, wunderschön. Und somit kann ich nun wirklich sagen, dass ich alle Orte, Landschaften und Tiere, die ich in Südafrika sehen und erkunden wollte, miterleben durfte!!!

Aber nicht nur ich bin momentan am erkunden des südafrikanischen Kontinents sondern auch einige Touristen, da im Juni zur Einstimmung auf die WM der Confederations Cup stattfand. Somit wurde also fast jeden zweiten Tag Fußball geguckt, um einmal zu sehen wie weit Südafrika kommt – und wer hätte am Anfang gedacht, dass Bafana Bafana (Name des Teams in Zulu für „Boys, Boys“) es bis ins Halbfinale schafft!!!

Das haben Simon und ich uns natürlich auch nicht entgehen lassen wollen und somit ging es für uns zum Halbfinale Brasilien gegen Bafana Bafana. Das war genau das Spiel, was wir uns im Vorhinein gewünscht hatten, da als wir uns die Karten geholt haben noch überhaupt nicht feststand ob Südafrika wirklich weiterkommt. Das Spiel war auch noch praktischer Weise in Joburg und nur 10 Minuten Autofahrt von zu Hause. Das ganze Stadion war weiträumig abgesperrt, so dass nur noch ausgewählte Autos in die Nähe des Stadions kamen und man als normal sterblicher den Rest zu Fuß bestreiten musste. Schon auf dem Weg hörte man von allen Seiten das Gebrülle/Getröte der Vuvuzelas. Dieses Plastik-Gestell, dass eine riesen Tröte ergibt, ist wohl eines der Symbole Südafrikas, dass nach der WM nächstes Jahr niemand mehr vergisst – nicht nur weil es so laut ist, sondern auch, weil jeder zweite Südafrikaner nun eine solche besitzt und spätestens nächstes Jahr jeder Tourist.

Also auch wenn viel Kritik über Transportmittel und Unterkunft in bezug auf die WM nächstes Jahr noch bewältigt werden muss, hat sich Südafrika für mich zu einem guten Gastgeberland entwickelt. Neben dem Bau neuer Stadien, des Ausbaus einiger Transportwege, wie Buslinien und dem Gautrain, ein Direktzug zwischen Pretoria und Johannesburg (bisher kann man nur einen Zug nehmen, der nicht sehr sicher ist und ganze 1 ½ Stunden braucht, obwohl man mit dem Auto, wenn kein Verkehr ist, in 30-40 Minuten am Ziel sein kann), hat Südafrika auch die Sicherheitsmittel erhöht, somit waren im und um das abgesperrte Gebiet sogar berittene Polizisten unterwegs, die ich zuvor hier noch nie gesehen hatte. Also ich denke, wenn Südafrika noch weiterhin an sich arbeitet und die vielen Bauarbeiten beendet, kann nächstes Jahr eine WM ohne große Komplikationen stattfinden.

Aber zurück zu dem Spiel, zu dem Simon und ich gegangen sind: Als wir eine halbe Stunde vor dem Spiel uns direkt vor dem Stadion befunden haben, ging plötzlich Jogi Löw mit seinen Kollegen Oliver Bierhoff und (höchstwahrscheinlich – haben wir nicht genau gesehen) Matthias Sammer an uns vorbei – sehr wirr – aber die wollten sich bestimmt schon einmal auf nächstes Jahr einstellen und auf das im September stattfindende Spiel in Deutschland (Südafrika – Deutschland).

Zum Spiel selber kann ich nur sagen, dass Südafrika echt super gut gespielt hat und ich ihnen die Verlängerung gegönnt hätte; aber dann meinte Brasilien doch 3 Minuten vor Schluss noch ein Tor zu schießen…oh man, dass war echt ein bisschen niederschlagend, v.a. weil nach dem Spiel niemand gefeiert hat, noch nicht einmal die Brasilienfans!!! Sonst war die Stimmung im Stadion echt gut und es wurde ordentlich Südafrika mit Vuvuzela und allem unterstützt!!! Trotz des Verlustes hat Südafrika im Verlaufe des ganzen Cups gezeigt, dass sie nicht so einfach auf die Schulter genommen werden können und man Acht haben sollte. Vor allem nach den unfassbaren Einlagen beim Spiel um den 3. Platz, hat Südafrika noch einmal alle Register gezogen – „Haaaalllloooo ein Tor in der letzten Sekunde des Spiels damit Verlängerung ist – krass“ – also man kann gespannt sein auf nächstes Jahr.

Tja und das war eigentlich so das letzte große High-Light, was ich hatte; letzte Woche ist nichts Großes mehr passiert, außer dass ich an einem Tag nach Pretoria gefahren bin um dort mit den groundBREAKERN wieder eine Programm-Evaluierung zu machen (was ich heute auch noch einmal wo anders machen werde). Das Wochenende war auch ruhig, da es ja dieses Wochenende wieder etwas runder gehen soll;-)

Tja und somit seid ihr wieder auf dem neuesten Stand und ich werde wieder versuchen ein wenig häufiger zu schreiben, da ich echt merke, dass es mir immer extrem schwer fällt anzufangen, wenn ich so viel zu berichten habe.

Für alle, die nun Ferien haben viel Spaß!!! Ich will auch wieder Sonne oder mehr warmes Wetter (ist echt zu kalt jetzt – letzte Nacht 2° und heute max. 15°)!!!

Have a good one!

April - Mitte Mai 2009

So nun kommt endlich der Blog über die letzten 2 Monate…

Also ich fange einmal bei Ostern an: An Gründonnerstag und Karfreitag bin ich nach Sun City in North-West gefahren – das ist so zusagen das kleine Las Vegas von Südafrika (deswegen auch die Umwandlung von „Sin“ zu „Sun City“)…war sehr cool und ich habe sogar nachdem ich das erste mal wirklich gegambelt habe (also an einem Spielautomat mein Glück versucht habe) ganze 500 Rand gewonnen (ca. 50€), aber da ich ja kein Zocker bin, habe ich dann auch schön aufgehört und davon den Abend finanziert;-) Das einzige Enttäuschende dort ist, dass es nur einen, ich betone „einen“, Pokertisch gibt!!! An welchem man auch nur gegen den Dealer spielen kann – also kein großer Spaß, sondern nur als Zeitvertreib anzuerkennen und da man da auch schon eine relativ Hohe Summe einzahlen muss, damit man überhaupt mehr als 50 Cent zu gewinnen, habe ich das dann gelassen und nur ein wenig zugeguckt, was allerdings wirklich nicht das spannendste war;)

An dem Samstag ist Simon wieder zurück nach Johannesburg gekommen und dadurch, dass Thembisile in Durban war, haben wir eine Menge Geld für Taxi fahren ausgegeben, da wir ja nicht das lange Wochenende zu Hause rumsitzen wollten. Somit ging es ins Kino, zum Zoo Lake, um auch mal ein bisschen draußen zu sein, Angela & Brent besuchen und schließlich noch einmal ins Kino…tjoa und dann war Ostern auch schon vorbei und da wir ja leider keine Schüler mehr sind durften wir keine 2 Wochen Urlaub genießen, sondern mussten wieder zur Arbeit.

Simon ist somit nun auch wieder komplett zurück in Johannesburg und nun sind wir zu fünft in der 2-Schlafzimmerwohnung…d.h. Simon schläft nun in meinem alten Zimmer, Lunga weiterhin im Wohnzimmer und Thembisile, Nombu und ich in dem anderen Schlafzimmer…da es schon ein wenig eng ist, wollten Simon und ich uns eigentlich eine Wohnung suchen, aber da die Preise der Wohnungen in Johannesburg wirklich um einiges höher sind als in anderen Städten Südafrikas, haben wir dann doch aufgegeben und Thembisiles Angebot weiter hier zu wohnen angenommen. Nicht die perfekte Lösung, aber man schlägt sich so durch;-) Ne ganz so schlimm ist es nicht und dadurch dass Lunga nun jede 2 Woche Nachtschicht hat und ich seit dem letzten Monat auch mit der Arbeit von Zeit zu Zeit weg bin geht das. Weil ich mich soweit echt gut mit Nombu und Lunga verstehe, ist das enge auf einander leben kein Problem (da Nombu erst 12 ist kann man eigentlich jeden Schwachsinn mit ihr machen und mit Lunga unterhalte ich mich immer über seine Frauengeschichten - sehr lustig; v.a. da es hier ja nicht unnormal ist mehrere Freundinnen oder Freunde gleichzeitig zu haben, wovon die jeweiligen Partner aber natürlich nichts wissen).

An dem nächsten Wochenende machten wir uns (d.h. Thembisile, Simon, 2 Arbeitskolleginnen und ich) auf den Weg nach Uitrecht in KZN, wo mein Abteilungsleiter und eine Arbeitskollegin heiraten sollten. Nach ewig langer Zeit habe ich mich mal wieder durchgedrungen ein Kleid zu tragen;-) Es war aber wirklich total schön, super Wetter, so dass die Zeremonie auf dem Golfplatz des Game Reservats stattfand. Danach ging es dann in ein großes Zelt und nach kurzen Ansprachen ging die Party richtig los. Es war wirklich sehr, sehr cool und ich freue mich schon auf die nächste Hochzeit die kommen sollte;-)

In der Woche war dann wieder schön Arbeitsalltag angesagt, d.h. etliche Formen für ein Learnership, das loveLife für groundBREAKER organisiert hat, nachgucken und korrigieren, ansonsten an der Database über lLs Freiwillige weiterarbeiten etc…. (seitdem Mimi zu einem anderen Department gewechselt hat, bin ich dafür quasi zuständig).

Und schon stand auch Thembisiles Geburtstag vor der Tür – da haben wir uns gedacht, dass wir alle (d.h. Lunga, Nombu, Simon und ich) mit ihr ins Theater zu „Umoja“ zu gehen. Das ist ein Musical, in dem es über die verschiedenen Kulturkreise, Veränderungen im Land und die unterschiedlichsten Persönlichkeiten in Südafrika geht. Das war echt lohnenswert v.a. weil man viele traditionelle Tänze, Outfits und die Musikentwicklung miterleben konnte. Also wenn das nochmal nach Deutschland kommen sollte, kann ich es echt nur empfehlen.

Ab Anfang Mai ging es dann auch für mich endlich raus aus dem Büro und ich habe den einen oder anderen Trip arbeitsbedingt gemacht. Zunächst ging es nach Mpumalanga und Limpopo, wo ich mit einer Arbeitskollegin Y-Centres besucht haben, um dort mit den groundBREAKERN und Mpintshis zu sprechen wie man die jeweiligen Programme verbessern kann. Somit hielten wir mit jeder Gruppe ca. 2-3 Stunden Gespräche um von deren Einstellung über das Training und deren Entwicklung bis zur Vertragsende das Freiwilligenprogramm zu evaluieren. Diese Arbeit macht echt total Spaß, v.a. weil man verschiedene Y-Centre sieht (man merkt wirklich, dass ich in P.E. bei dem am wenigsten entwickelten gelandet war), direkten Kontakt mit südafrikanischen Freiwilligen hat und unsere Recherchen hoffentlich deren Arbeitsumfeld noch zu verbessern. Als wir in Limpopo in Tzaneen waren, haben wir in einem extrem schönen Hotel geschlafen und ich konnte es kaum fassen endlich mal mehr als 4 Fernsehkanäle, wieder ein eigenes Zimmer mit bequemen Bett (auch wenn es nur für eine Nacht war) zu haben und einfach nur zu genießen;-)

Anfang Mai sind Simon und ich noch einmal runter nach Port Elizabeth gefahren, da wir dort eine „Cleansing Ceremony“ mit dem Y-Centre und alten Arbeitskollegen haben sollten. Eine Cleansing Ceremony ist eigentlich ein traditioneller Akt bei dem man alle Parteien von Schlechten Dingen, die passiert sind, reinigen soll….Gott sei Dank war dieses aber doch nicht so traditionell wie ich gedacht habe, es wurde keine Kuh geschlachtet oder sonst irgendetwas, sondern es hat eher jeder kurz erzählt, was er aus der Zeit, in der wir dort gewohnt und gearbeitet haben, mitgenommen hat. Somit war es eher ein kleiner Abschluss. Das Wochenende bin ich dann noch bei meiner alten Gastfamilie geblieben – als ich nach der Zeremonie dort hin kam, waren meine Gasteltern gerade dabei einen „Kuh-kopf“ zu schlachten, da sie nun einen kleinen Shop im Haus aufgemacht haben (d.h. standardmäßig mit Süßigkeiten, Zigaretten und Eis), und nun das Fleisch auch verkaufen wollten – solche kleinen Läden hat eigentlich fast jedes 7. Haus im Township, da man von dem normalen Gehalt (vorausgesetzt man hat einen Job) kaum für die Familie sorgen kann und somit jeder versucht in irgendeiner Weise noch ein bisschen Geld nebenbei zu verdienen – aber ich meine ein bisschen frisches Fleisch von der Kuh ist dann doch schon etwas ausgefalleneres.

Obwohl ich ein bisschen skeptisch nach P.E. gefahren bin – weiß auch nicht warum – war es total schön alle noch einmal wieder zu sehen und wieder ein bisschen Township-leben mitzubekommen. Da ich tagsüber nicht die ganze Zeit bei denen zu Hause hocken wollte, bin ich an einem Tag zu einem Event vom Y-Centre gegangen und am anderen zu Simons alter Gastfamilie, wo die Mutter dann einen übelsten Aufwand gemacht hat, damit ich mich wie zu Hause fühle – eigentlich wird ja immer erst abends warm gegessen, aber da ich nun tagsüber da war, haben sie schon früher einen Braai gemacht und draußen die Bänke so geschmückt, dass es aussah als wenn man in einem Wohnzimmer auf einem Sofa sitzen würde – ein bisschen übertrieben, aber sie meinte es ja nur gut – ich hoffe ich konnte ihr klar machen, dass ich mich auch bei weniger wie zu Hause fühle;)

Am Freitag und Samstag bin ich dann wie gewohnt;-) mit meinem Gastbruder Koko und dessen Kumpels in die größte und wohl beliebteste Taverne Motherwells gegangen das „Mondes“ – es war mal wieder mehr als lustig. Ich habe eigentlich alle Leute mit denen ich etwas in P.E. zu tun hatte oder mit denen ich Silvester gefeiert habe dort getroffen und irgendwann ging es dann soweit das die Jungs meinten in der Taverne zu tanzen (eigentlich ist dass eher eine chillige Taverne, wo man ein bisschen etwas trinkt, sich unterhält und der Jazzmusik im Hintergrund lauscht) – aber naja nach großem Zwang musste ich dann auch noch mit meinem Gastbruder tanzen, was mir natürlich überhaupt nicht gefiel, da wir ja so schon aufgefallen sind, da ich die einzige Weiße war, aber als ich dann noch angefangen habe zu tanzen ging das Spektakel natürlich los;-) – nein, ganz so schlimm war es nicht;-). Als wir dann am 2. Abend wieder gekommen sind, kam der Besitzer zu uns, um sich mit mir zu unterhalten und meinte dann dass ich ja eine seiner Stammkundinnen wäre – ja ne ist klar ich war nach 5 Monaten mal wieder 2 mal da, nenene. Was noch viel lustiger war, dass er doch dann meinte seinen Sohn anzurufen, damit dieser mit mir sprechen solle, da er schon einmal in Deutschland war - tja dann habe ich halt mit diesem am Telefon kurz gesprochen, allerdings verstehe ich immer noch nicht den Sinn darin….zu liebe meiner Gastschwestern bin ich dann bevor ich am Sonntag Nachmittag wieder zurück mit dem Bus nach Jozy gefahren bin (Simon ist noch eine Woche länger geblieben) noch mit ihnen in die Kirche gegangen. Und schon saß ich in einen 3-stündigen Gottesdienst, der komplett auf Xhosa gehalten wurde – und da ich ja eher gar nichts verstehe, kam mir dieser noch um einiges länger vor. Erst als der Pastor nach neuen Mitgliedern der Kirche gefragt hat, diese nach vorne gebeten hat und ich mich diesen anschließen sollte, wurde es etwas interessanter für mich und es wurden 1-2 Wörter auf Englisch gesprochen. Nachdem die 6 neuen Kirchenmitglieder mit Namen und Anschrift der Gemeinde vorgestellt wurden, meinte der Pastor, dass ich mich doch bitte vorstellen sollte. Eigentlich wollte ich mich einfach zur Gemeinde umdrehen und dieses tun, doch er bat mich an seinen Priesterpult zu gehen und von dort doch meine „Rede“ zu schwingen – meine Gastschwestern haben mich nach dem Gottesdienst ein bisschen geneckt, dass ich nun den neuen Priester spielen würde, wenn ich schon am Priesterpult Platz nehme, nenene – das war mal wieder ein Erlebnis...

Nach diesem ereignisreichen Wochenende ging es in Joburg zunächst wieder etwas ruhiger zu – arbeiten, früh schlafen und wieder arbeiten;-) Auch das kommende Wochenende war eher ruhiger; außer dass ich Sonntag mit Nombu mit dem Taxi zu einer Shoppingmall gefahren bin, um ein bisschen shoppen zu gehen (komischer Weise hat Thembisiles Drang jedes Wochenende einkaufen zu gehen nachgelassen;)) und einen Film zu schauen. Dafür ging es am 16. Mai dann wieder ein wenig feiern, da nämlich eine andere Freiwilligen-WG in Pretoria eine „Bad-taste“ Party geschmissen hat – d.h. jeder sollte möglichst schlecht gekleidet zu der Feier kommen – wie Lunga sagen würde „So eine Idee kann auch nur von Weißen kommen“ – aber nicht nur wir Deutsche haben uns an die Kleiderordnung gehalten, sondern auch die Südafrikaner kamen (zwar ein wenig dezenter aber) verkleidet zur Feier. Es war echt total lustig und da wir dort dann auch übernachtet haben, konnte ich am nächsten morgen mal eine Stunde in der Sonne genießen. Habe mich dann auf deren Innenhof gesetzt und gelesen – das war schon echt etwas schönes, da ich ja in Jozy keinen Platz draußen zum sitzen habe und unser Balkon auch um keine Tageszeit Sonne abbekommt - aber diese Zeiten sind jetzt auch sowieso vorbei, da es Winter in Südafrika ist :-( - Nachts ist es echt richtig kalt und tagsüber werden es auch kaum noch 20°, naja aber wenigstens scheint die Sonne fast immer….trotzdem beneide ich euch ein bisschen um den Sommer – also nicht wundern, wenn ich am 24.08. total weiß am Flughafen stehe - auch der Fakt, dass ich ja eigentlich in Afrika bin, bringt da eher weniger…

…to be continued

Wie die Zeit doch im Sueden vergeht

Wie die Zeit doch im Süden vergeht,
nun sind schon 9 ½ Monate verweht.
Noch gute 2 Monate im fernen Land,
indem ich immer Überraschungen fand.

Von Johannesburg nach P.E.,
Von P.E. nach Jozy.
So war mein Weg,
der auch noch nicht zu Ende geht.

Vom reichen Sandton Leben
Zum armen Township streben
Und zurück in die Mittelschicht,
Wo die Kakerlaken stören deine Gicht.

So viele Unterschiede in einem Land,
die ich durch das alltägliche Leben fand.
Aber vor allem beim Reisen,
sieht man Reiche neben Waisen.

Ein Land das aber doch so schön ist,
das man das Schlechte gern vergisst
Landschaften in den verschiedensten Weisen
Werden dieses jedem triftig beweisen.

Noch gute 2 Monate im Land,
in dem ich eine neue Heimat fand.
Dies war und ist mein Weg,
der noch ein bisschen weiter geht.

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Ich weiß ich bin nicht der beste Reimer, aber ich dachte ich fang den Bericht mal ein wenig anders an und ihr habt etwas zu lachen, dadurch, dass ich jetzt sooo lange nichts mehr in den Blog geschrieben habe. In den naechsten Tagen kommt dann ein aktueller Bericht ueber die letzten 2 Monate - unter anderem ueber Wochenendsktivitaeten, meine arbeitsbedingten Reisen, das DED Zwischenseminar und den Krueger National Park.

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